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Die Festtage sind vorbei und damit beginnt die beste Zeit im Jahr, um ein paar Tage zu entgiften und zu entschlacken. Sämtliche kulinarischen Bedürfnisse sind jetzt befriedigt, dafür spannt das Hemd und lästiges Sodbrennen trübt die Stimmung. Genügend Grund also für ein paar Detox-Tage. (Detox klingt dabei einfach trendiger als Entgiftung, was sich durchaus positiv auf die Motivation auswirken kann….)

Drei Tage Kohlsuppe oder Sauerkrautsaft sind allerdings nicht jedermanns Sache. Muss es auch nicht. „Entschlacken light“ heißt mein Tipp für alle, die zwar ein paar Tage etwas auf ihren Körper achten wollen, aber nicht gleich das „volle Programm“ fahren wollen.

Tipps zum „Entschlacken light“:

Basisch  bleiben
Die Weihnachtstage stellen einen schweren Angriff auf unseren Säure-Basen-Haushalt dar. Viel Zucker, jede Menge (oft fettes) Eiweiß und Alkohol lassen den Körper schnell übersäuern. Der vorweihnachtliche Stress verstärkt den Effekt. Jetzt heißt es: basisch essen. Basenbildend ist in erster Linie Obst und Gemüse. Dabei ist es prinzipiell egal, ob das Gemüse roh, gekocht oder in Form von Suppe genossen wird. Nach der traditionellen chinesischen Medizin punktet jedoch im Winter alles Warme. Der Stoffwechselfördernde Effekt kann dabei durch Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, Chili, Zimt,… noch verstärkt werden. Je weniger Fett für die Zubereitung verwendet wird, desto besser. Auch Kartoffeln (ohne Fett) sind basisch. Sie sind neben Karotten und Knollensellerie Hauptbestandteil der Basenbrühe*, die jetzt wahre Wunder bewirkt. Einfach einen Liter davon täglich trinken und man fühlt sich gleich viel besser.

Rohkost

Viel trinken
Das bringt uns gleich zum nächsten –extrem wichtigen- Tipp. Trinken, trinken, trinken. Alkohol und Softdrinks sind natürlich streng tabu. Wasser (am besten stilles Mineral, wirkt basisch!) und hochwertige Tees reinigen den Körper am besten. Ich gieße gern ein paar Scheiben Ingwer mit heißem Wasser auf, das wärmt und regt den Stoffwechsel an.

Moderater Ausdauersport
Leichtes (!) Ausdauertraining hilft beim Entsäuern, denn überschüssige Säuren können optimal über die Lunge abtransportiert werden. Achtung: übertriebener Ehrgeiz kann leicht als  Schuss nach hinten losgehen. Bei niedrigem Puls laufen, auf dem Ergometer radeln oder auch Schwimmen ist optimal.

Für Spezialisten: Darmsanierung
Der Tod sitzt im Darm, sagt man. Und tatsächlich nehmen viele Krankheiten hier ihren Anfang. Wer das mit dem Entgiften ernster betreiben möchte, sollte über eine Darmsanierung nachdenken. Hierbei wird der Darm zunächst sanft entleert (z.B. mit Flohsamenschalen), damit im Anschluss die Darmflora mit entsprechenden Darmbakterien wieder aufgebaut werden kann. In Extremfällen kann der Sanierungsprozess mehrere Monate dauern.

Und dann?
Drei Entschlackungstage bringen nichts, wenn danach wieder „voll reingehauen“ wird. Vielmehr sollten sie den Startschuss zu einem besseren Ernährungsverhalten darstellen. Bewusstes und damit cleveres Genießen steht jetzt im Vordergrund: langsam essen, gut kauen, regelmäßige Mahlzeiten und natürliche Lebensmittel sind angesagt. Nichts muss perfekt sein, aber die allgemeine Marschrichtung sollte stimmen – dann steht dem guten Körpergefühl für 2011 nichts mehr im Weg.

* Buchtipp: 33 Magische Suppen von Marion Grillparzer, GU-Verlag

Endspurt. Nur noch wenige Stunden bis zum nächsten Schlemmermarathon. Nachdem wir in der Fastenzeit endlich den letzten Weihnachtsspeck losgeworden sind (wirklich??), geht es in die nächste Runde: Osterkitz, Osterschinken, Osterpinzen, Osterstriezel, Osterlamm und natürlich Ostereier ohne Ende: aus Schoko, aus Nougat oder ganz natur… schlicht und einfach ein Angriff auf die Figur. Ganz so schlimm wie zu Weihnachten ist es zwar nicht, dazu ist die Osterzeit zu überschaubar. Trotzdem: ein paar Tipps, wie man ohne größeres Gewichtschaos durch die nächsten Tage kommt, schaden nie:

Die richtige Einstellung macht’s
Muss man wirklich „alles“ mitnehmen, ohne genügt es für den ungetrübten Osterspaß sich ein paar Highlights zu setzen? Überlegt Euch, was Euch besonders wichtig ist und genießt diese kleinen Sünden bewusst. Dafür bei anderen Dingen Abstriche machen. Wer sich ein paar Schokoeier gönnt, lässt dafür das Milchbrot mit Butter weg. Insgesamt gilt das Motto: das Beste aus der Situation machen.

Beilagen bewusst auswählen
Wer zum Osterkitz konsequent bei einer Gemüsebeilage (z.B. Fisolen oder Zuckerschoten) bleibt, kann sich entspannt zurücklegen und das zarte Fleisch genießen. Der Figurkiller Kartoffelgratin bleibt dafür auf dem Teller (noch besser: in der Küche oder auf dem Teller des Tischnachbarn).
Gleiches gilt natürlich für den Genuss von Osterschinken, o.ä.

Eierpecken erlaubt
Grünes Licht für’s Ei (siehe hierzu auch den letzten Artikel). Wer nicht gerade ein unzerstörbares Kampfei ins Rennen geschickt hat, sieht sich allerdings am Ende des Tages mit einer mehr oder weniger großen Anzahl an halbzerstörten und damit zu verzehrenden Eiern konfrontiert. Kurzfristig auch kein Problem. In der nächsten Woche sollten Eier aber vom Speiseplan für ein paar Tage gestrichen werden. Tipp: immer etwas grünes dazu essen (z.B. Kresse, etc.)

Übersäuerung vorbeugen
Übersäuerung entsteht oft durch zu viel Eiweiß. Wem es nach den Osterfeiertagen sauer aufstößt, sollte eine Basenkur in Erwägung ziehen. Viel Obst und Gemüse, viel stilles (!) Mineralwasser und eine Basenmineralmischung hilft schon im Vorfeld.

Dunkle Schokohasen gewinnen das Rennen
Kein großes Geheimnis mehr: wer 70% Schokolade bevorzugt ist eindeutig im Figur- und Gesundheitsvorteil. Inzwischen gibt’s die auch als Hasen und Eier. Praktisch.

Hinterher: Entschlacken ist angesagt
Wenn die Waage trotz aller Tricks ein Kilo mehr anzeigt, hilft nach den Feiertagen ein Entschlackungstag. Den ganzen Tag nur Obst und Gemüse fettlos zubereitet. Auch die berühmte Kohlsuppe leistet jetzt wertvolle Dienste.

Viel Spaß und frohe Ostern!