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Alle Jahre wieder kämpfen wir rund um Weihnachten entweder mit Figur oder schlechtem Gewissen. Es ist Kekserlzeit. Stellt sich die Frage, wie man diese kritischen Tage gut umschifft oder zumindest Schadensbegrenzung betreibt. Bedenke: In einem Keks steckt in der Regel sowohl einiges an Fett (Butter, Eier, etc.) als auch jede Menge Zucker. Letzteres lockt das Dickmacher-Hormon Insulin, das wiederum dazu beiträgt, dass das Fett gut eingelagert werden kann. Was tun? Es empfiehlt sich zumindest auf eines der beiden zu verzichten oder zumindest einzuschränken.

Hier zwei Rezepte aus der Feder der metabolic balance Köchin Sigrun Ludewig, natürlich von mir getestet 🙂 :

Mandeladekekse

1 Apfel, 100g gemahlene Mandeln, 50g Sonnenblumenkerne, 1 El Erdmandelflocken (aus dem Bioladen) hilft beim süßen der Kekse, 1Tl Zimt, Vanillemark, 1 Prise gemahlenes Nelkenpulver.

1. Backofen auf 175°C (Umluft 155°c, Gas Stufe 2) vorheizen.
2. Die Äpfel waschen, Kernghäuse entfernen und das Fruchtfleisch raspeln.
3. Sonnenblumenkerne anrösten, gemahlene Mandeln und alle Zutaten vermengen.
4. Aus der Masse kleine Kugeln formen und mit der Gabel flach drücken. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Taler darauf setzen und etwa 30 Minuten backen.

Tipp: Je nach Geschmack kann man die Masse auch mit Lebkuchengewürz, Ägyptischen Gewürztee (gemahlen) oder zussätzlich geraspelter Karotte, Kürbis abwandeln.
Man könnte sie auch noch in Zartbitterschokolade tunken.

Knusperkleckse

100 g Körnermischung (gem. Sonnenblumen- und Kürbiskerne), 75 g Zartbitterschokolade, etwas Kokosöl, Vanillemark

1. Die Körnermischung anrösten und auskühlen lassen.
2. Die Schokolade zerkleinern, im Wasserbad schmelzen, Kokosöl unterrühren, Vanillemark und die Körnermischung unterrühren.
3. Auf Backpapier mit 2 kleinen Löffel kleine Kleckse setzen und trocknen lassen.

Tipp: Man kann die Kleckse abwandeln, indem man rosa gestossen Pfeffer mit in die Masse gibt oder Orangenzeste oder Zitronenzeste oder Zimt oder Nelkenpulver oder Lebkuchengewürz oder gemahlenen Gewürztee……, der Phantasie und dem Geschmack sind keine Grenzen gesetzt.

Mein persönlicher Weihnachtsfavorit:

Immer wieder gut sind auch Mandel- oder Nusshäufchen. Einfach Mandelsplitter, Haselnüsse oder Walnüsse (schmecken in dem Fall besonders gut und haben viel wertvolles Omega-3 (das sind die berühmten Herzschutzfettsäuren) in geschmolzene Schokolade mit 70% Kakao geben und kleine Häufchen formen und auskühlen lassen.

Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit!

Braucht das Gehirn Spezialnahrung? Nicht um auf Schmalspurleistung vor sich hin zu dümpeln, wer aber geistig fit sein und das über den ganzen Tag bleiben möchte, sollte tut gut daran, sich mit dem Thema Brainfood auseinanderzusetzen.

Erste Erkenntnis: Das Gehirn ernährt sich ausschließlich von Zucker.
Zumindest ist das die einzig wahre Energiequelle, die es akzeptiert. Genau genommen Glucose, also Traubenzucker. Doch schon hier lauert der Kapitalfehler Nummer eins. Wer sich durch ein Stück Traubenzucker geistige Höhenflüge erhofft, wird spätestens nach einer Stunde enttäuscht. Denn so schnell sinkt der hochgepuschte Blutzuckerspiegel auch wieder ab. Vielmehr sind komplexe Kohlenhydrate sind angesagt, wobei wir wieder beim guten alten Vollkornbrot als perfekte Ausgangsbasis für Frühstück oder Mittagssnack wären.

Zweite Erkenntnis: Das Hirn braucht Fett.
Allerdings nicht als Brennstoff, sondern als Bausubstanz für die Zellmembranen. Punkten können hier die sog. Omega-3 Fettsäuren, also fette Fische, wie Lachs oder aber auch Walnüsse. Apropos Nüsse. Die bringen uns zur

Dritten Erkenntnis: Tryptophan sorgt für Ausgeglichenheit.
Als Baustoff für das Glückshormon Serotonin ist diese Aminosäure u.a. in Milchprodukten aber in besonderen Maß auch in Cashewnüssen drin. Und dass Nüsse die perfekte Nervennahrung sind, weiß man schließlich spätestens seit dem Studentenfutter. (Tipp: die Rosinen nur in Maßen genießen)

Vierte Erkenntnis: Magnesium schützt unser Gehirn vor Stress,
weil es die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin reduziert. Ein toller Magnesium-Lieferant ist die Avocado, die nebenbei auch noch gesunde Fitmacher-Fette sowie hilfreiches Eiweiß enthält. Daneben sind Kalium, Zink und Eisen gutes Brain-Food.

Fünfte Erkenntnis: Bei Stress braucht der Körper verstärkt Antioxidantien,
wie z.B. Vitamin C oder sog. Flavonoide. Ein Streitgespräch von 15 Minuten soll schon zu einem Vitamin C Abfluss von 300mg führen. Man muss mindestens einen halben Liter Orangensaft trinken, um diesen Verlust wieder auszugleichen. Oder man isst täglich eine rohe Paprika mehr…

Sechste Erkenntnis: Leistungsfähig bleibt nur der, der genügend trinkt.
Mind. 1,5 Liter Wasser benötigt der Körper, um geistig fit zu bleiben. Wer mehr als sein Normalgewicht auf die Waage bringt, braucht aber deutlich mehr.

Siebte Erkenntnis: B-Vitamine sind Nerven-Vitamine.
Wir brauchen sie für einen guten Schlaf und als Wunderwaffe in stressigen Zeiten. Punkten können hier Haferflocken, Milchprodukte, Fisch, aber auch Fleisch und Geflügel.

Klingt also ganz nach ausgewogener Ernährung. Und das soll es auch. Denn geistige Höhenflüge sind  nur dann zu erreichen, wenn das Optimum an Nährstoffen verwertet werden kann. Junk-Food, Süßigkeiten und Fertigprodukte sind also fehl am Platz und nehmen den „guten“ Nährstoffen den Platz weg.

Mein idealer Brain-Food Tag sieht so aus:

Morgens:

  • Vollfett-Joghurt (Vit B2, B12, Tryptophan, Kalium)
  • mit Haferflocken (Vit B1, komplexe Kohlenhydrate),
  • Trauben oder Äpfeln (Flavonoide, Vitamin C)
  • und einem Glas frisch gepresstem Orangensaft (Vitamin C)

Mittagssnack:

  • Vollkornbrot (komplexe KH, Zink als Antioxidans)
  • mit Avocadoaufstrich (Magnesium, Kalium, mehrfach unges. Fettsäuren),
  • eine Paprika (Vit.C),
  • eine Hand voll Cashew- oder Walnüsse (Tryptophan, Omega-3)
  • und als Nachspeise ein Stück dunkle Schokolade (Flavonoide, Tryptophan)

Abends:

  • Gebratenes Lachsfilet (Omega-3, Vit. B2, B6, Tryptophan)
  • mit Spinat (Vit. B6, Magnesium, Kalium)
  • und als Nachspeise eine Kiwi (Vit.C)

Endspurt im Arbeitsalltag. Noch ein paar Tage und es ist soweit. Der langersehnte Jahresurlaub steht an. Wer die Bikinifigur bis jetzt noch nicht erreicht hat, muss sich damit abfinden. Doch was passiert im Urlaub? Kaum ein Österreicher kommt ohne ein paar Kilo mehr auf der Waage vom sonnigen Süden zurück. Muss aber nicht sein. Man kann durchaus die Urlaubstage genießen und dabei fit bleiben. Hier meine besten Tipps:

Einstellung und Zielsetzung

Wer nur mit dem Gedanken „Ich will es mir einfach nur gut gehen lassen“ oder „Im Urlaub will ich mich wirklich nicht zusammen reißen“ wegfährt, für den ist das kalorische Chaos schon vorprogrammiert. Besser ist die Einstellung: „Ich will genießen – aber bewusst.“ Auch: „in diesem Urlaub möchte ich so richtig etwas für mich und meinen Körper tun“ oder „nach den zwei Urlaubswochen wird mein Körper fit sein für die nächste Arbeitsperiode“ motivieren zum gesunden Genießen.

Mit dem richtigen Frühstück starten

Leicht soll es sein (wegen der Hitze),  aber trotzdem bis zum Mittagessen satt machen. Am besten man setzt auf Früchte, Joghurt (ungezuckert) oder auch auf zwei Eier. Dazu ein paar Gurken oder eine gegrillte Tomate. Auch Vollkornbrot wäre o.k., wenn es das gäbe…

Stolperstein Brot

Gutes, „richtiges“ Vollkornbrot ist am Urlaubsort in der Regel Mangelware. Der richtige Umgang mit Brot kann allerdings ein oder zwei Kilo mehr oder weniger auf der Waage ausmachen. Mein Tipp: bei Mittag- und Abendessen auf Brot (v.a. Weißbrot) verzichten. In der Früh die bestmöglichste Variante wählen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt sich aus der Heimat vakuumverpacktes (Roggen-) Vollkornbrot mit.

Ernährungsfalle Buffet

Buffets in Urlaubsressorts haben Vor- und Nachteile. Der Vorteil: ich kann ganz bewusst auswählen, was gut für mich ist (und in der Regel sind hier jede Menge Sachen dabei). Der Nachteil: der ständige Kampf mit dem inneren Schweinehund nach dem Motto „aber das Nachspeisen-Buffet sieht wirklich so gut aus….“.
Mein Tipp:
Bevor man sich den Teller auflädt, erst einmal die Lage sichten. Was muss ich unbedingt haben, auf was kann ich notfalls auch verzichten und was hebe ich mir für einen anderen Tag auf? Dann mini-kleine Portionen auf den Teller geben. Wenn etwas besonders gut schmeckt, kann ich ja immer noch nachladen.

Auf „natur“ setzen

Alles, was in dicker Soße verschwindet, hat Potential zum Dickmacher. Je natürlicher, desto besser. Ein gegrillter Fisch mit etwas Basilikum-Pesto, frische Salate mit Schafskäse, Tomaten mit Mozzarella, Melone mit Schinken, in Olivenöl eingelegtes Gemüse oder ein Steak mit gegrillten Zucchini passen gut in die schlanke Urlaubsküche.

Achtung Alkohol

Ohne ein schönes Glas Rotwein ist für viele Urlaub und Ferien nur halb so schön. Auch hier gilt: bewusst genießen. Ein guter, trockener Wein zum Abendessen hat in Maßen hier sicherlich gut Platz. Vorsicht ist bei Cocktails geboten. Sie anvancieren schnell zum Super-Dickmacher. Auch Bier hat es aufgrund des hohen Kohlenhydrat-Anteils in sich. Ansonsten gilt bei Hitze am Strand natürlich immer: viel Wasser trinken, am besten nicht zu kalt. Bei Abendessen hat sich die 1:2 Regel bewährt. Auf ein Glas Wein mind. zwei Gläser Wasser trinken!

Mit Sport ausgleichen

Wer sonst über Zeitmangel klagt, hat jetzt keine Ausrede mehr aktiv zu werden. Jede Sporteinheit zählt. Ob ein gemütlicher Morgenlauf am Strand, eine Fahrradtour in die Hügellandschaft oder eine intensivere Schwimmeinheit. Auch die in vielen Hotels angebotenen Fitnessprogramme in klimatisierten Räumlichkeiten eignen sich prima.

Und wenn alles nichts hilft, muss einfach nach dem Urlaub wieder abgespeckt werden. Aber nicht zu lange warten, sonst nisten sich die Urlaubskilos womöglich noch länger ein!

Erwachsene vertragen keine Milch

Kein Lebensmittel wird so heiß diskutiert wie die Milch. Ich erinnere mich an einen Vortrag, an dem ich von einer Teilnehmerin wild beschimpft wurde, weil ich für bestimmte Personen Milch als unbedenklich eingestuft hatte. Das wisse doch jeder, dass Milch für Erwachsene das schlimmste Lebensmittel überhaupt sei, meinte sie damals. Grund genug endlich einmal Klarheit in den Mythos Milch zu bringen. Denn von „Milch verschleimt“ bis hin zu „der Mensch ist das einzige Lebewesen, das die Milch von einem anderen Tier trinkt“ gibt es jede Menge Halbweisheiten.

Doch bleiben wir bei den Tatsachen. Richtig ist, dass bestimmte Personengruppen Milch schlichtweg nicht vertragen:

Personen mit Milchzuckerunverträglichkeit (=Lactoseintoleranz)

Was passiert hier? Milchzucker (=Lactose) besteht aus den zwei miteinander verbundenen Molekülen Galaktose und Glucose. Im Verdauungsvorgang kommt das Enzym Lactase (Laktase) ins Spiel. Das hat die Aufgabe den Milchzucker aufzuspalten, damit der Körper ihn über die Darmwand aufnehmen und verwerten kann. Manchmal kann der Körper nur wenig oder gar kein Lactase  Enzym produzieren. Der Milchzucker kann somit nicht aufgespalten werden. Die Folge: Durchfall und Blähungen. Bei milchsauervergorenen Lebensmitteln, wie Joghurt oder Käse wird durch die Gärung ein Teil des Verdauungsprozesses vorweg genommen. Die Beschwerden sind bei Joghurt, Topfen und Käse auch weniger stark ausgeprägt bzw. treten manchmal gar nicht auf.

Für Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit gibt es inzwischen laktosefreie Milch zu kaufen. Sie schmeckt süßer als normale Milch. Man schmeckt hier den schon aufgespaltenen Traubenzucker heraus.

Achtung: viele Nahrungsergänzungen, wie z.B. Schüssler Salze oder Magnesiumpulver enthalten Milchzucker und sind daher bei Lactoseintoleranz nicht zu empfehlen.

Personen mit Allergien

Bei Allergien unterscheidet man zwischen sog. Primär- und Sekundärallergien. Heuschnupfen ist eine typische Sekundärallergie, also eine Art Folge der Primärallergien. Heute ist man sich in Expertenkreisen zunehmend einig , dass als Primärallergie-Auslöser Milch neben Weizen und Zucker eine  große Rolle spielt. Entscheidend ist hier allerdings nicht der Milchzucker, sondern das Milcheiweiß. Für Allergiker jeder Art ist Milch also ebenfalls nicht zu empfehlen. Hier bietet sich Sojamilch am besten als Ersatz an. Schmeckt übrigens auch leicht süsslich. Wer auf Käse nicht verzichten möchte, steigt lieber auf Schaf und Ziege um.

Mein Frühstückstipp: Haferflocken mit Sojamilch köcheln lassen, einen Apfel rein reiben und Zimt dazu. Wer mag, kann z.B. noch mit Kokosflocken oder leicht angerösteten Mandeln verfeinern.

Ist für alle Anderen Milch als Getränk zu empfehlen?

Auch wenn 3.5% Fett nicht die Welt ist, sollte man den Energiegehalt von Milch nicht unterschätzen. Wer täglich einen halben Liter Milch trinkt, ersetzt damit schon fast eine Mahlzeit. Also lieber nur ganz punktuell, z.B. in Form eines Eiweißshakes nach dem Sport einsetzen.

Milch im Kaffee?

Kaffee und hier ganz besonders der Espresso verfügt über jede Menge Bitter- und Gerbstoffe, die durchaus förderlich für die Gesundheit und vor allem für die Verdauung förderlich sein können. Die Wirkungsweise dieser wertvollen Stoffe wird jedoch durch die Milch neutralisiert. Daher wird Kaffee in Verbindung mit Milch in der Regel schlechter vertragen, als schwarzer Kaffee. Gleiches gilt übrigens für die Schokolade. Auch hier reduziert die Milch in der Vollmilchschokolade die gesundheitsfördernden Stoffe des Kakaos. Ein Grund mehr zur 70% Schoki.